ZELA in Maasholm 2012/13

Im November 2012 geht ZELA nach 2 1/2 Jahren im Wasser erstmals wieder auf den Slip.

Etwas ramponiert sieht unser Traumschiff aus, als wir im November in die Werft gehen. ZELA braucht dringend ein paar Schlag Farbe!

Endlich aus dem Wasser!

Vor so viel Bewuchs staunen sogar die Mitarbeiter der Werft. Noch mehr staunen sie, als sie hören, dass wir nur mit 3/4-Kraft noch gute 6 Knoten gelaufen sind!

Mismuscheln scheinen auf ZELA…

… ideale Wachtumsbedingungen gefunden zu haben!

Ca. 300-400 Kg davon kratzen wir von ihrem Bauch ab.

Danach noch das Verwöhnprogramm mit dem Hochdruckreiniger.

In dieser Werftzeit wollen wir den Ruderkoker überholen.

Dafür musss zunächst das Ruderblatt abgenommen werden.

Die Stelle, an der der Ruderschaft durch den Rumpf geht, sieht  nicht sehr gut aus.

Es hilft nichts. Um von oben an die Stelle heranzukommen, muss im Heck vorübergehend das Deck heruntergenommen werden.

Die Spanten sind auch nicht mehr die Besten! Mehrere sind rott, einer ist sogar gebrochen.

Stück für Stück wird die Baustelle immer größer. Ein Phänomen, das uns bei ZELA bereits bekannt vorkommt!

Mit dem neuen Holz kommt wieder Festigkeit ins Heck.

Ca. 20 cm war das gesamte Achterschiff abgesackt. Jetzt ist es wieder dort, wo es hingehört.

Wir geben die Hoffnung nicht auf.

Dezember 2012:

Auch das Unterwasserschiff bekommt Peeling und Maniküre.

Die neuen Spanten im Heck werden rund um den Achtersteven mit Eisenwinkeln verbunden.

Von außen ist schon wieder alles dicht. Nur das Loch für den Ruderschaft fehlt noch.

Die Minustemperaturen halten uns bei den Farbarbeiten auf. Nur langsam kommen wir am Bug mit dem Antifouling weiter.

Der Blick von oben ins Achterschiff: die Eisenkonstruktion, die die Spanten zusammenhält ist fertig.

Fast alle neuen Spanten sind drin. Ohne das Deck noch ein ungewohnter Anblick, aber ZELAs schöne Rundungen sind bereits gut erkennbar.

Das Loch für den Ruderschaft. Hier kommt noch ein Rohr rein und von aussen eine Eisenplatte dagegen. Die ersten Nähte im Überwasserschiff sind auch bereits kalfatet und verspachtelt. Ein ganz anderer Anblick als noch einen Monat zuvor.

Das Heck hält nun wieder ohne Stütze.

Kurz vor Weihnachten:

Wir vervollständigen den Antifouling-Anstrich

Der Bug bekommt Tiefgangsmarken

Die letzten fehlenden Spanten im Heck sind drin. ZELA nimmt wieder Form an.

Die neue Aufhängung für Ruderschaft und Ruderkoker

Nun kann das Ruderblatt wieder dran.

Ca. 200 kg wiegt das massive „Eichenbrettchen“!

Bevor wir die Weihnachtsferien einläuten, ist das Ruderblatt samt Aufhängung fertig gemalt…

…und auch ein Teil des Deckes bereits wieder drin. Die Balken darunter sind frisch geölt.

Januar / Februar 2013:

Die Werftarbeiten sind fast abgeschlossen. ZELA schwimmt wieder.

Das Wetter erlegt uns eine lange Winterpause auf

Im Mai endlich können wir auf ZELA die neue Saison beginnen: Zuerst machen wir das Oberdeck für unser jüngstes Besatzungsmitglied kindersicher.

Im Frühling

Die nakten Relingsstützen haben ein Netz und einen provisorischen Schandeckel bekommen

Dann können die Arbeiten beginnen:

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Das Bb-Überwasserschiff ist abgeschliffen und grundiert.

Im Juli müssen wir erneut auf den Slip

Im Juli müssen wir noch einmal auf den Slip

Einige Nähte im Kielbereich müssen nachkalfatet werden

Einige Nähte im Kielbereich müssen nachkalfatet werden.

Ansonsten schaffen wir diesen Sommer nicht mehr  sehr viel – ZELA ist in Babypause.

Am 08. September ist es dann soweit: Lars ist da! Datenblatt Lars

Anfang Oktober können die Arbeiten an Bord wieder weitergehen:

Das Achterdeck wird ngeschlossen, samt neuem Leibholz

Endlich wird das Achterdeck geschlossen, samt neuem Leibholz

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Während die Werft am Heck arbeitet, setzen wir die letzten Dachbalken des hinteren Aufbaus ein. Tischlergeselle André hilt uns dabei.

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Durch das runde Loch in der Mitte wird später der Besanmast geführt, die anderen Fächer bilden die Fundamente für Einstiegsluken und Oberlichter.

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Das Heck ist fast dicht…

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Das Heck ist dicht! Die neuen Planken in der Mitte sind noch nicht nachgegraut.

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Der Blick vom Arbeitsponton offenbart ZELAs traumhafte Rundungen! In der Mitte der Ruderschaft.

28. Oktober 2013:

ZELA übersteht den heftigsten Orkan, der seit 20 Jahren über Norddeutschland gefegt ist, unbeschadet!

Danach folgt eine Regenfront der anderen und hält uns wochenlang davon ab, weiterzuarbeiten. Für das Verfugen von Deck und Leibholz benötigen wir trockenes Wetter.

Währendessen wird die Baustelle (wieder einmal) größer als geplant:Auch Stücke des vorhandenen Leibholzes müssen noch ausgewechselt werden…

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die Backbordseite ohne Leibholz

…und auch ein Stück der obersten Planke ist mit angegriffen…

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der Flicken in der Planke

Immer zwei Schritte vorwärts und einen wieder zurück!

Endlich, Ende November, wird das Wetter besser:

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Die Fugen im Achterdeck sind vergossen, die Latte markiert die spätere Linie des Schandeckels

Dezember 2013: Die Abschlusskante am Heck wird mit Alu-Blech verstärkt.

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Das Heck mit der Blechkante

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Fast fertig!

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Nicht nur in unserer Kasse, auch im Hafenbecken herscht Ebbe. Sturm Xaver bläst das Wasser aus der Schlei, ZELA liegt auf Grund!

 

Ende Dezember 2013 (Rückblick):

Wieder ist ZELA ein Jahr älter geworden.  Vieles von dem, was wir uns vorgenommen haben, haben wir nicht geschafft. Dafür sind andere Dinge plötzlich fertig geworden, von denen wir lange Zeit nur als ferne Zukunftsvision geträumt haben.

Unserem Ziel, eines Tages mit ZELA segeln zu können, sind wir ein kleines Stück näher gekommen. Jedes neue Stück Holz ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung!

Um unterwegs nicht den Mut zu verlieren, müssen wir uns selbst immer wieder vor Augen halten, was wir schon geschafft haben. Im letzten Jahr war es dies:

Erneuerung aller Spanten und Relingsstützen im Heck, Stabilisierung des Hecks mit einer Eisenplatte, Erneuerung des Ruderkokers, Stabilisierung der Ruderaufhängung, Ausbesserung aller Plankenenden am Heck, neues Leibholz im gesamten Heckbereich, neue Decksplanken unter der Ruderanlage, Neuer Unterwasser-Anstrich und Überholung der meisten Kalfatnähte, Einbau der restlichen Dachbalken des hinteren Aufbaus, neue Abschlusskante am Heck aus Alu.

Natürlich haben wir das alles nicht allein gemacht.  Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Helfern und vor allem auch bei der Bootswerft Modersitzki für die tolle Zusammenarbeit.

 

 

 

 

 

3 Antworten auf ZELA in Maasholm 2012/13

  1. Martin sagt:

    Danke Jutta …
    … für Deine vielen Beschreibungen und Bilder rund um die Zela. Seit dem ersten Piekfall-Artikel verfolge ich nun schon den Weg Deines/Eures Projektes.
    Inzwischen haben wir viele Deiner Erfahrungen selbst gemacht (google Haikutter Nordwind facebook; seit Juni 2013 „betreiben“ wir eine Haikutter-Großbaustelle). Und so kann ich Aussagen wie „… die Baustelle wird immer größer…“ bestens nachvollziehen.

    Ich freue mich über möglichst viele Update´s auf Deiner Seite. Vielleicht magst Du auch beschreiben, was die nächsten Schritte auf Deiner Baustelle sind. Gerne können wir auch einen Erfahrungsaustausch per Mail machen.

    Wünsche euch, dass die Motivation erhalten bleibt – und dass nach Ebbe in der Kasse bald wieder ´ne Flut kommt.

    Viele Grüße
    Martin

  2. ElJay sagt:

    Moin, Jutta !

    … ich bin beim googlen nach Haikutter auf Dein spannendes Projekt gestossen. Zunächst mal zieh ich den Hut davor für Deine mutige Entscheidung, mit dem „kleinen Familienanhang“. Wenn auch 9T€ ein Schnäppchen gewesen sein mag, in der Schiffsrestaurierung gilt bekanntlich nicht der Spruch „geiz ist geil“, gehts um die Schiffsicherheit auf hoher See; und das kostet ’ne ordentliche Stange Geld. Nicht selten entdeckt man bei älteren Holzrümpfen erst das versteckte Übel, wenn die Verkleidungen abgenommen werden, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann. Aber das weisst Du ja alles 🙂
    Wir Segelratten sind schon ein eigenartiges Völkchen voller Romantiker… die Schönheit der Natur, die Eleganz einer bezaubernden Schifflinie lassen uns emotionale Entscheidungen treffen, für die uns der Otto-Normalverbraucher wohl für völlig plem-plem halten würde. Dennoch: so ist’s auch gut.
    Ich bin schon gespannt auf das „neue Rigg“. Ich schätze, Du hast Dich schon für ein Ketch-Takelung entschieden, wenn Du von „Besan“ schreibst… auf Haikuttern macht sich auch gut ein Schonerrigg, das mir persönlich sehr gut gefällt (s. Bps.: http://www.schiffsspotter.de/Gaffelschoner/Haikutter_Phoenix.htm ) .

    Ich wünsche Dir für das noch laufende Projekt viel Kraft, Durchhaltevermögen und vor allem viele Spender und Sponsoren, die das Projekt noch in den nächsten 1-2 Jahren unterstützen werden. Es braucht ja alles seine Zeit unter den gegebenen klimatischen Bedingungen im nördlichen Europa. – Und ich wünsche Dir schon mal einen guten Rutsch ins Neue Jahr ! Die Tage werden ja schon wieder länger und die neue Segelsaison rückt bald in greifbare Nähe. 🙂

    Liebe weihnachtliche Grüsse von der Elbe/LJ.

    (PS: Schon konkrete Pläne, ob Du mit der ZELA im August 2014 bei der HanseSail/Hai-Kutter-Regatta teilnehmen wirst ? http://www.hansesail.com/Haikutter-Regatta.534.0.html )

  3. Achim sagt:

    Der Frühling ist da!

    liebe Grüße

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